Heimat

1993 bin ich nach Sachsen-Anhalt gekommen. Genauer gesagt nach Bernburg. Nach der Wende hat dort die heutige Hochschule Anhalt den Studiengang Landespflege angeboten. Ich habe die Chance wahrgenommen und mich auf die Reise in ein unbekanntes Land gemacht. Ich gebe zu, am Anfang viel es mir schwer hier Fuß zu fassen. Erst nach und nach habe ich mich auf das Neue eingelassen und Land und Leute kennen gelernt. Nun, nach 23 Jahren bin ich fast mein halbes Leben hier und fühle mich sauwohl. Sachsen-Anhalt ist ein tolles Land. Ich genieße die Blicke vom Galgenberg in Halle auf das Saaletal die manchmal, bei günstigem Wetter, bis zum Brocken reichen. In Dahlen in der Altmark sitze ich gerne mit Freunden im Garten der alten Schule und lausche den Erzählungen. Der Harz lädt besonders im Herbst zu ausgedehnte Wanderung ein und auf der Saale, der Unstrut, der Mulde und der Elbe wird jede Kanutour zum unvergesslichen Naturerlebnis. 

Sachsen-Anhalt ist so vielfältig, so reich an Geschichte und wunderschönen Landschaften. Die Städte sind nach 25 Jahren herausgeputzt und so attraktiv wie nie zuvor. Student*innen aus aller Welt studieren hier und bereichern das städtische Leben. All das gilt es zu bewahren und behutsam weiter zu entwickeln. Enorme Potentiale stecken in dem Land doch Sachsen-Anhalt zeigt noch nicht alles was es kann.

Hier will ich ansetzen, die Potentiale aufzeigen, Entwicklung vorantreiben und das Erhalten und schützen was dieses Land so wertvoll macht - seine einzigartigen Landschaften.

 

 

Grünes Wirtschaften für bessere Lebensqualität

Sachsen-Anhalt hat die einmalige Chance sich als Vorreiter für die Technologien rund um die Produktion von Erneuerbaren-Energie-Anlagen zu entwickeln. Zahlreiche Forschungsinstitute sind im Land ansässig, forschen auf diesem Gebiet und liefern Ergebnisse. Windkraft, Solarenergie und ökologisch abgebaute Biomasse bieten uns eine Entwicklungschance für ein verlässlich wirtschaftliches Standbein dieser Region.

Das Handwerk und der Mittelstand bilden das Fundament einer funktionierenden Wirtschaft. Eine gezielte Förderungen ist daher unerlässlich. Aufgabe ist es, die regionale Wirtschaftsentwicklung durch eine transparente Fördermittelvergabe in der Breite zu stärken als das Füllhorn auf wenige Große auzuschütten.

Es gilt, jungen innovative Unternehmen und Start Up's einen Nährboden zu bereiten auf dem sie sich frei entwickeln dürfen. Risikokapital ist einzusetzen und auch ein Scheitern darf erlaubt sein. 

Mensch und Natur soll es in unserem Land gut gehen. Nur was ökologisch verträglich ist, ist langfristig auch ökonomisch sinnvoll. Davon bin ich überzeugt. Nachhaltige Touriusmuskonzepte voranzubringen ist deshalb ein weiterer wichtiger Baustein um das Land voranzutreiben und dabei die Potentiale die es hat zu entwickeln und zu schützen. Naturschutz darf bei aller wirtschaftlicher Entwicklung nicht als lästiger Verwaltungsakt gelten sondern muss selbstverständlich als Schutz unserer Lebensgrundlage gesehen werden.

Umweltschutz

Umweltprobleme machen vor Grenzen nicht halt. Der Klimawandel, der Verlust von Arten und Lebensräumen oder die Zerstörung der Ozonschicht betreffen alle Menschen auf dem Globus. Allerdings nicht alle gleich stark. Viele Klimafolgen erscheinen im reichen Europa vielleicht nur ärgerlich – zum Beispiel ein verregneter Winter oder ein schneeloses Skigebiet. Menschen in ärmeren Regionen können durch Dürren oder Hochwasser hingegen ihre Lebensgrundlage verlieren. 

Die Folgen der Umweltzerstörung breiten sich grenzenlos aus – und auch die Verursacher sind weltweit zu finden. Global agierende Konzerne und der internationale Handel versorgen uns mit Produkten, für die in den Herkunftsländern oftmals Menschen und Natur ausgebeutet wurden. Durch den grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehr wird enorm viel CO2 ausgestoßen. Futtermittel für europäische Agrarfabriken werden auf ehemaligen Regenwaldflächen im Amazonas angebaut.

Umweltschutz bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt mit dem Ziel der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage aller Lebewesen mit einem funktionierenden Naturhaushalt. Das Augenmerk des Umweltschutzes liegt dabei sowohl auf einzelnen Teilbereichen der Umwelt (wie Boden, Wasser, Luft, Klima), als auch auf den Wechselwirkungen zwischen ihnen.

Unsere Aufgabe ist es, diese Maßnahmen zum Umweltschutz zu ergreifen und konsequent umzusetzen und die Lebensgrundlage für uns und vor allen Dingen für die folgenden Generationen zu sichern.

 

 

Naturschutz rettet Lebensräume

Natur braucht Raum. Tiere und Pflanzen brauchen Rückzugsgebiete, in denen sie ungestört leben können. Und Menschen brauchen Orte, an denen sie Natur in Ruhe genießen und erleben können

Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Deshalb ist der Erhalt der Artenvielfalt und der Lebensräume für mich auch eine zentrale Aufgabe der Politik.

Naturschutz umfasst alle Untersuchungen und Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung von Natur.

Das heißt, Naturschutz dient dem Erhalt der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur, Landschaft und Wildnis, dem Erhalt der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und der Artenvielfalt.

 

Artenreichtum bewahren

In Sachsen - Anhalt gibt es 19 Tier- und Pflanzenarten, die als sogenannte Verantwortungsarten gelten. Das sind Arten, für die das Land ein besondere Verantwortung hat, weil diese Arten nur an diesem speziellen Ort vorkommen bzw. ein hoher Anteil der Weltpopulation an diesem Ort vorkommt. 

Es gilt den Lebensraum für diese Arten in besonderem Maße zu schützen. Dafür braucht es Managementpläne sowie eine ausreichende Finanzierung der wiederkehrenden Daueraufgaben.

 

EU-Schutzrecht für FFH-Gebiete umsetzen

Aufgabe des Landes ist es, die besonders geschützten Fauna- Flora-Habitat-Gebiet (in Sachsen Anhalt sind das 256) ,die durch EU recht geschützt sind, endlich unter nationales Schutzrecht zu stellen und für sie besondere Schutzmaßnahmen festzulegen. Die Umsetzung läuft nur schleppend und Sachsen- Anhalt läuft Gefahr zu hohen Strafzahlungen verurteilt zu werden.

Ziel ist, die Umsetzung massiv zu beschleunigen

 

Neue Schutzgebiete ausweisen

Seit nun mehr 20 Jahren läuft das Verfahren zur internationale Anerkennung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz, das geplante Biospärenreservat Drömling ist noch nicht einmal ausgewiesen.

Die Umsetzung beider Maßnahmen ist überfällig und muss zwingend in den nächsten 5 Jahren erreicht werden.

 

 

 

 

Klimaschutz

Alle reden über Klimaschutz. Doch wir müssen auch handeln. Wir brauchen verbindliche Klimaschutzziele und konkrete Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Auf der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris haben 195 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen das sogenannte Pariser Abkommen unterzeichnet.

Kernziel ist die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau, wenn möglich auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau. Dadurch sollen die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels deutlich reduziert werden.

 

Die Umsetzung dieses Zieles kann in erster Linie nur durch die Reduzierung des CO2 Ausstoßes erreicht werden. Das heißt den Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen.

Der Kohleausstieg bis 2030 ist daher erklärtere Ziel und bedeutet für Sachsen - Anhalt keine neuen Kohlekraftwerke und keine neuen Braunkohletagebaue im Süden des Landes. 

Ziel ist, den Anteil von erneuerbaren Energien auf 100 % zu erhöhen und dabei die Netzinfrastruktur, im Einklang mit dem Natur- und Umweltschutz, zu verbessern.

Ziel ist auch die Mobilitätswende. Das heißt, den Ausbau des ÖPNV ist voranzutreiben und den Umstieg auf Elektroautos zu erleichtern.

Bäume und Grünstrukturen in den Städten binden einen Großteil des CO2. Deshalb ist der Erhalt und die Pflege von Grünstrukturen sowie die Neuanpflanzung von Bäumen sowie das anlegen von Dach- und Fassenbegrünungen ein wichtiger Faktor um Klimaschutz aktiv zu betreiben.

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