Im Kabinett wurde heute das Konzept zu Förderschulen vorgestellt. „Eine einzige Schule für alle, unabhängig von individuellen, intellektuellen, sozialen Voraussetzungen muss unser Ziel sein. Das vorgelegte Konzept bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück“, sagt Wolfgang Aldag, bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Aldag macht deutlich, dass das Recht auf Inklusion in der UN-Behindertenkonvention verankert ist. Diese hat Deutschland unterzeichnet. „Unter diesem Gesichtspunkt ist das Konzept nicht mehr und nicht weniger als eine Grundlage für weitere weiterreichende Diskussionen.“ „Was uns fehlt ist eine klare, langfristige Perspektive, wie wir in Sachsen-Anhalt Inklusion an unseren Schulen voranbringen wollen. Das vorgelegte Konzept zeigt keinerlei Ideen auf, wie der Weg zur ,Schule für alle‘ aussehen kann. Vielmehr hält es am Status quo fest, abgesehen von kleinen Änderungen. Völlig ungeklärt bleibt nach wie vor wie die Nachmittagsbetreuung für Jugendliche über 14 Jahren an Förderschulen gewährleistet werden soll“, beklagt Aldag.

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