Dass die AFD-Fraktion inhaltliche Debatten nur zum Zwecke der öffentlichen Provokation und der damit verbundenen blaubrauen Präsentation Ihrer fachlichen Inkompetenz nutzt, konnte man am vergangenen Freitag einmal mehr beim Thema „Lesen durch Schreiben“ miterleben.

Das Schulgesetz legt fest, dass Lehrkräfte in eigener pädagogischer Verantwortung unterrichten können. Dies sichert die Möglichkeit das Lehrkräfte individuell auf den Lernbedarf von Schülerinnen und Schülern eingehen können. Um diesen Job erfolgreich machen zu können, brauchen Lehrerinnen und Lehrer eine Vielzahl an Hilfsmitteln, Methoden und Lehrideen. Schließlich sind Klassen heterogene Gruppen, auf die Lehrkräfte unterschiedlich eingehen müssen, um den Stoff vermitteln und auf die unterschiedlichsten Situationen im Schul- und Lernalltag reagieren zu können. Der Traum der AFD, ein sehr preußisch anmutender Frontalunterricht nach der Methode „inhaltliche Druckbetankung“ wird nicht funktionieren und gehört in vielen Schulen nicht umsonst der Vergangenheit an. Deshalb wollen wir einen starken Fokus auf die verschiedensten Lehrmethoden im Lehramtsstudium, damit LehrerInnen zu Beginn Ihrer Lehrtätigkeit ausreichend didaktisches und pädagogisches ausreichend qualifiziert sind, um auch in schwierigen Situationen den Unterricht in erfolgreiche Bahnen lenken zu können. Die Methode „Lesen durch Schreiben“ gehört ebenfalls dazu.

Meine Rede zum Antrag der AFD ist hier einsehbar.

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