Zur Zukunft der Lehramtsausbildung in Sachsen-Anhalt haben der Bildungs- und Wissenschaftsminister heute in der Landespressekonferenz die Pläne der Landesregierung vorgestellt. Dazu der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Wolfgang Aldag: Der heute vorgestellte Plan zeigt, dass die 5. Und 6. Regionale Bevölkerungsprognose stark voneinander abweichen. Demnach werden wir bis zum Schuljahr 2025/2026 13,5 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler in unserem Land haben. “Trotz dieser Prognosen brauchen wir mehr Flexibilität bei der Planung von Lehrkräfteausbildung. Wir können nicht voraussehen, ob in den kommenden vier bis fünf Jahren mehr oder weniger Kinder geboren werden.“ Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag sieht diese Planung kritisch. Die Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt sind im Durchschnitt über 50 Jahre alt. In den kommenden 10 Jahren werden die Hälfte der Lehrerinnen und Lehrer in die Rente gehen. „Junge Menschen, die heute ihre Ausbildung beginnen, stehen uns in ca. sieben Jahren als Lehrkräfte zur Verfügung“, sagt Aldag. „Ein Kind, das heute geboren wird, hat einen Anspruch auf eine sichere Unterrichtsversorgung in der Grundschule und darüber hinaus“, so Aldag weiter. „Schade finde ich, dass auch heute der Bildungsminister kein Wort über die freien Schulen verloren hat“, betont Aldag. Die Anzahl der freien Schulen und der Schülerinnen und Schüler an diesen steigt Jahr für Jahr. „Die Kinder an diesen Schulen haben ein Recht auf gleichberechtigte Bildungschancen. Die Politik muss auch den Lehrkräftebedarf an freien Schulen berücksichtigen“, fordert Aldag. Die BÜNDNISGRÜNE Fraktion fordert weiterhin, über den Tellerrand hinaus zu schauen. “Die Einstellung von Seiten- und Quereinsteigerinnen und -einsteiger kann uns die nötige Flexibilität geben. Dafür brauchen wir ein sattelfestes Konzept“, so Aldag abschließend.

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