Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat gestern eine lang erwartete neue Studie zur Risikoeinschätzung der drei Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam vorgestellt. Die Behörde hat festgestellt, dass die so genannten Neonicotinoide schädliche Wirkungen auf Honig- und Wildbienen haben.

„Jegliche Nutzung von solchen Pestiziden fördert das Artensterben, ist aber auch ein Risiko für die Gesundheit der Menschen. Die Bienengifte müssen runter von unseren Äckern, deshalb ist ein Verbot unerlässlich“, fordert Wolfgang Aldag, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er bedauert, dass das Verbot trotz intensiver Diskussion leider 2016 keinen Einzug in den Kenia-Koalitionsvertrag gehalten hat.

Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen weist auf das Positionspapier der Fraktion hin, das im vergangenen Januar beschlossen wurde. „Darin zeigen wir auf, wie in Sachsen-Anhalt der Einsatz von Pestiziden reduziert werden kann. Die intensive Landwirtschaft ist ein großer Nutzer von Pestiziden, darunter leidet die Natur. Deutlich wird dies bei der Bestäubung durch Bienen und Hummeln, die immer weniger wird.“ Frederking betont, dass landwirtschaftliche Betriebe bei ihren Bestrebungen, weniger Pestizide zu nutzen, nicht allein gelassen werden dürfen. Der Aufwand für eine gute Produktion honoriert werden muss. „Faire Erzeugerpreise ist einer der Schlüssel.

Dabei kann eine transparente Kennzeichnung von Lebensmitteln helfen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher zu Verbündeten einer Landwirtschaft werden, die natürliche Ressourcen im Interesse des Gemeinwohls erhält.“ Mehr Informationen zu diesem Thema und das Positionspapier der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen finden Sie hier.

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