Alleine von 2019 bis Mitte 2020 hat Halle (Saale) ca. 1500 Bäume im Stadtgebiet verloren. Dabei hat ihnen vor allem die anhaltende Trockenheit zu schaffen gemacht. Um den für das Stadtklima dringend notwendigen positiven Einfluss der Bäume zu erhalten, hat die bündnisgrüne Stadtratsfraktion die Nachpflanzung von zumindest 200 Bäumen beantragt. Eine Selbstverständlichkeit sollte man meinen, dies sieht aber der zuständige Beigeordnete anders. Seine Antwort auf den Antrag kann man kurz und bündig zusammenfassen: Der Aufwand ist zu groß! Eine Reaktion, die sprachlos macht und daher vom Stadtrat und Landtagsabgeordneten Wolfgang Aldag massiv kritisiert wird:

„Das Nichtstun der Stadtverwaltung wird immer mehr zur Gefahr für unsere Natur und das Stadtklima. Die Weigerung, zumindest einen Teil der abgestorbenen Bäume zu ersetzen, ist eine Unverschämtheit und gibt das erst kürzlich verabschiedete Klimaschutzkonzept der Stadt der Lächerlichkeit preis. Was nützen da große Pläne für den kommunalen Klimaschutz, wenn man nicht mal in der Lage zu sein scheint, den städtischen Baumbestand und damit einen der Garanten für ein gutes Stadtklima zu schützen? Die halbherzige Umsetzung der Baumpatenschaften und einige vermeidbare Fällungen bei Baumaßnahmen sind schon ärgerlich, die Weigerung verloren gegangene Bäume zu ersetzen setzt dem ganzen aber die Krone auf. Diese Untätigkeit können wir uns nicht erlauben!“

Als Reaktion darauf kündigt Aldag nun den Ausgleich des Verlustes auf eigene Faust an. In einem ersten Schritt ist das Ziel, im Herbst 2021 mindestens 20 Ersatzbäume zu pflanzen. Im Moment steht er dazu mit potentiellen Partnern, u.a. auch zum Start einer Crowdfunding-Kampagne, im Gespräch. Details dazu folgen. Dazu erklärt Wolfgang Aldag: „Wenn schon die Stadtverwaltung nicht handeln will, dann packe ich die Herausforderung selbst an. Ich freue mich auf rege Unterstützung dabei!“

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